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Obwohl giftig, wurde die Gemeine Wald-Akelei - Aquilegia vulgaris - einst als Medizin gegen Nieren- u. Leberkrankheiten
verwendet 1606 wurden 273 (!) Anwendungsmöglichkeiten beschrieben-
Hildegard von Bingen empfahl sie bei bei Fieber und Milchschorf.
"Angenehme Abenteuer erwarten dich im Traum" hieß es. Ist das nicht ein schönes Versprechen?
Lt. Beuchert ist sie einerseits ein Symbol für Demut, andererseits
für Sexualkraft (deshalb der Name Venuswagen), denn die Akelei war im
Altertum der Fruchtbarkeitsgöttin Freya geweiht, später wurde
sie dann der Jungfrau Maria zugesellt.
In Colorado /USA heißt die Akelei "Columbine" - dort ist sie
die Wappenpflanze des Staates.
Seit
dem Mittelalter wurden die Samen als Aphrodisiakum verwendet. Tabernaemontanus
schrieb: "So einem Mann seine Krafft genommen / und durch Zauberey
oder andere Hexenkunst zu den ehelichen Wercken unvermöglich
worden were / der trinck stätig von dieser Wurtzel und dem Samen /
er genieset / und kompt wieder zurecht" Matthioli empfahl ihn dem
Bräutigam, der durch Zauberei "zu den ehelichen Werken ungeschickt"
geworden
war. Zusätzlich rät er, das Kraut der Akelei in`s Bettstroh zu
tun.
Es hieß sogar, daß die aphrodisischen Kräfte der
Akelei-Samen schon bei bloßer Berührung übertragen werden
konnten. Lt. Rätsch zerrieb dazu der Mann die Samen zu einem feinen
Pulver, mit dem er sich die Handflächen bestrich. Berührte er
damit eine Frau, war sie sofort derartig sexuell erregt, daß sie
ihm sogleich ins Gebüsch folgte. Naja....Vielleicht sollte man das
Rezept als "Akel-agra" vermarkten?
Attraktiv im Garten sind die Sibirische Garten-Akelei oder Langspornige Akeleien (Aquilegia caerulea) 'Biedermeier', 'Crimson Star', 'Maxistar' und 'McKana'.
Blumenbild: Blaue Akelei als Leinwandbild
Aktualisiert am 29.07.2010
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