Zauberpflanzen: Vom Zauber der Pflanzen - einst und heute
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Die Freude nie verloren! Besen werden immer stumpf gekehrt und Jungens immer geboren (Johann Wolfgang von Goethe) Einer der wichtigsten "magischen Tage" des Jahres - noch heute feiert man man in vielen Gegenden Europas . Viele Bräuche sind für diesen Tag bekannt; sehr oft spielen dabei Pflanzen eine Rolle. Vielerorts, besonders in ländlichen Gegenden, ist es noch ein schöner Brauch, das "Johannisfeuer" anzuzünden. Noch bis in die Mitte des 19. Jhdts sprangen Liebespaare gemeinsam in das Johannisfeuer, damit ihrer Liebe weiterhin Glück beschert sei. Der Beifuß heißt auch "Sonnwendgürtel", weil man mit dieser Pflanze umgürtet durch das Feuer sprang und ihn anschließend in die Flammen warf. So "verbrannte" man seine Krankheiten für das folgende Jahr. Auch fertigte man Sträuße aus Beinwell, welche den selben Zweck erfüllen sollten. Der deutsche Züchter benannte eine Rose: "Johannisfeuer" Wer je die Flamme umschritt,
Frieden wirst du nie erkämpfen.
(Detlev von Liliencron) Der Johannistag war der "Tag der Heilkräfte", an man die "Johanniskräuter" (u. a. Marguerite, Arnika, Bärlapp, Beifuß, Eisenkraut, Kamille, Klette, Königskerze (auch "Sonnwendblume"), Quendel, Ringelblume), also die Blumen für die Hausapotheke sammelte - das wichtigste nach diesem Tag benannte Kraut ist das wichtige Heilkraut Johanniskraut, Hypericum perforatum). William Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" handelt während
einer Sommersonnenwende.
Die Frauen haben tradionell "Holunderküchlein" gebacken (die Blütendolde des Holunders in Pfannkuchenteig ausgebacken), weil Holunderblüten an diesem Tag gepflückt als besonders heilkräftig galten. (mehr über Holunder) Deshalb heißt der Johannistag auch oft "Holdertag". Auch der Johanniskäfer
und das Johannisbrot erinnern an diesen Tag.
"Johannishändchen" schließlich nannte man fingerförmig gestaltete Orchideen-Wurzelknollen. Sie wurden am Johannistag zwischen 11 und 12 Uhr ausgegraben und als Amulett im Geldbeutel getragen, damit das Geld nicht ausging. Die Johannisbeeren (Ribes) sind um diese Zeit reif... Im Frühsommer am intensivsten und danach manchmal auch noch bis in den September hinein, verzaubern flimmernde "Glühwürmchen" (Johanniswürmchen) den Nachhauseweg aus dem Biergarten oder bringen eine romantische Stimmung in die sommerlichen Gartenfeste. Die Glühwürmchen benutzen das Leuchten zur 'Brautschau' - meist glühen sie besonders leuchtend in dieser Nacht.... Die Bezeichnung Glüh"würmchen" ist irreführend, denn es handelt sich nicht um einen Wurm, sondern um einen Käfer (richtig also: Johanniskäfer). Jürgen Dahl zählt in seinem Buch: Vom Geschmack der Lilien ernüchternd die Stoffe auf, die an dem "kalten" Leuchten der Johanniswürmchen beteiligt sind: Luciferin, Luciferase und Adenosintriphosphat . "Johannisweiblein" nannte man
früher die kräuterkundigen Frauen.
An diesem Tag endet die Rhabarber- und Spargelernte ("Spargelsilvester") und jetzt sollte man die Wiesen mit ihren teilweise bis zu einem Meter hohen Gräsern und Blumen mähen. Buchtipps: Weitere
"zauberhafte" BüchertippsLinktipps zum Johanniskäfer und Johannistag:Blinkende Liebesbotschaften in der Nacht Glühwürmchenseite Glühwürmchengedicht: Der verliebte Maikäfer Glühwürmchenlied Bio-Lumineszenz Bauenrregeln zum Johannistag Traditionelles Johannisfest in Mainz Fotos einer Sonnwendfeier ![]() Glücksbambus, der sympathische Glücksbringer aus Asien. Hier online bestellen...
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