Zauberpflanzen: Vom Zauber der Pflanzen - einst und heute
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(Johann Wolfgang von Goethe) An Dreikönige ziehen in manchen (katholischen) Gegenden Kinder (Sternsinger) durch die Straßen und singen Lieder von Gottes Licht, das in der Finsternis scheint und bringen damit den Segen Gottes in die Häuser. Anschließend schreiben sie über der Haustür : C+M+B. Viele denken, es wären die Abkürzungen für die Vornamen der Heiligen Drei Könige. Nein, diese Buchstaben stehen für die Worte "Christus Mansionem Benedicat" ( Christus segne dieses Haus). Im Original des Matthäus-Evangeliums heißen die Heiligen
Dreikönige noch "Die Weisen aus dem Morgenland". "Und sahen
das Kindlein, warfen sich nieder, huldigten ihm, taten ihre Schätze
auf und brachten ihm Gold und Weihrauch und Myrrhe". Erst seit dem
6. Jh. sind die bis dahin Namenlosen zu den Heiligen 3 Königen Caspar,
Melchior und Balthasar getauft worden und auch verehrt. Als Schutz vor
Ungklück geltend wurde - und wird noch heute in ländlichen Gegenden
- auf den Türrahmen oder Türbalken Formel C+M+B (
mit Jahreszahl und Kreuz) geschrieben: "Christus Mansionem Benedicat"(Christus
segne dieses Haus). Beim "Sternsingen" ( im 16. Jahrhundert erstmals
urkundlich erwähnt) ziehen als Vertreter der Heiligen Drei Könige
heute noch - meist Ministranten - von Haus zu Haus, um
für caritative Zwecke zu sammeln.
In Frankreich ist es Brauch, im Kuchen (Dreikönigskuchen")
für den heutigen Tag eine Bohne mit einzubacken, die Glück bringen
soll. Vor allem für Kinder ist macht es Spaß, denn wer sie findet,
ist der "Bohnenkönig" und bekommt eine goldene Pappkrone auf. Man
kann auch drei verschiedene Bohnen einbacken: wer die schwarze Bohnen findet,
der darf an diesem Tag den Mohren Balthasar spielen, wer die graue in seinem
Stück Kuchen entdeckt, der ist der König Melchior; die weiße
Bohne ist für den König Kaspar. Der "Gugelhupf"
ähnelt in der Form einem Turban, deshalb glaubt man im Elsass, die
Heiligen Drei Könige hätten ihn dorthin gebracht (während
man in Österreich erzählt, daß Maria Antoinette ihn aus
Versailles mitgebracht hat).
Als "Pflanze des Tages" kann manOrnithogalum umbellatum, den doldigen Milchstern, ein weiß blühendes winterhartes Zwiebelgewächs aus der Familie der Liliengewächse , volkstümlich auch "Stern von Betlehem" genannt, anführen.. Er blüht von Frühjahr bis Sommer mit nur 10 cm Wuchshöhe oder bei den hohen Arten mit 120 cm Höhe. Die Blüten sind becher- oder sternförmig und glänzen in der Abenddämmerung (deshalb der Name), einige haben einen guten Duft. Er gehört zur Essenzengruppe der 39 klassischen Bachblüten nach Dr. Bach.
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