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Und ihr unsterbliches Fleisch schlug um sich her einen weißen
Schaum
Aus ihm wuchs ein Mädchen...
Götter und Menschen gaben ihr den Namen Aphrodite,
weil sie aus aphros dem Schaum entstand.
(Hesiod)
Aphrodite ist in der griechischen Mythologie die Göttin der
Liebe, der Schönheit und der sinnlichen Begierde und eine der kanonischen
zwölf olympischen Gottheiten. Ursprünglich zuständig für
das Wachsen und Entstehen, wurde sie erst später zur Liebesgöttin;
Pendant in der römischen Mythologie ist Venus.
Die
Göttin Aphrodite
wurde der Legende nach aus dem Schaum des Meeres mit einem weißen
Rosenstrauch geboren. Botticelli stellt in seinem berühmtesten Werk
die "Geburt der Venus" dar - bei ihm regnet es Rosen vom Himmel herab (heute
als "Rosa
Alba Maxima" identifiziert). Es wird erzählt, daß ihr Ehemann
aus Rache den Nebenbuhler Adonis tötete. Auf dem Weg zu ihrem sterbenden
Geliebten trat sie in die Dornen der Rosen. Ihr Blut färbte die -
bisher nur weißen - Rosen rot. So erhielten die beiden Farben der
Rose ihre Bedeutung: die weiße Rose steht für die Reinheit der
Liebe, während Rot die Farbe für die Begierde und Leidenschaft
wurde. In Homer`s "Ilias" salbt 'Aphrodite' den Leichnam ihres Geliebten
Hector mit Rosenöl ein. Überall, wo Aphrodite mit ihren schneeweißen
Füßen den Boden berührte, entsprossen der Erde die schönsten
Blumen, die aromatischsten Kräuter und seltensten Sträucher.
Sie badete glückselig in jeder Quelle, und wo sie gebadet hatte, blühten
Lichtnelken, Wasserminze und Lotos. Schon bald glich die Insel einem blühenden
Pflanzenmeer. Bei den Römern hieß sie dann Venus.
Bild: Geburt
der Venus von Botticelli
Gedicht: Karoline
von Günderode Gedicht Adonis Tod
Sie war wunderschön, verführerisch und sehr erotisch. Und
die in der Antike Verehrte besaß einen Zaubergürtel:
"Drin waren alle die Zauber enthalten: darin war Liebe und Liebesverlangen
und Liebesgeplauder, wie es schon oft verständigen Männern die
Sinne berückt hat", so heißt es in einer antiken Hymne.
Ihr sind heute viele als "Liebespflanzen" geltende Pflanzen geweiht - z. B. die Rose und die Alraune.
Laut Homer war sie die Tochter des Zeus und der Dione. Ihren Ehemann
Hephaistos (Vulcanus) den Gott des Feuers, der Schmiede und Handwerker,
hinterging sie unter anderem mit Hermes, Poseidon, Dionysos und Adonis.
Zeus schmiedete für ihren Sohn Eros (Erfinder der Erotik, bei
den Römern der Liebesgott Amor) die berühmten Pfeile, die Eros
heute noch in Massen benutzen soll, wie man sagt.
Als Beschützerin wurde sie auch Nympha
genannt .
Schließlich galt sie unter dem Namen Urania auch als
Beschützerin der himmlischen Liebe.
Zum Gefolge der Liebesgöttin gehörten Gestalten, die mit
Aphrodites Eigenschaften als Stifterin des Liebesbundes, der Ehe, - später
aber auch der Prostitution - zu tun hatten. Sie sind die als liebliche
Mädchen dargestellten Horen, und die Göttinnen der Anmut Aglaia
(Glanz), Euphrosyne (Frohsinn), Thalia (Blühende) - die meist sich
gegenseitig berührend oder umarmend dargestellt werden.

Aphrodite hat dem Menschen viele köstliche Geschenke gebracht
- die Liebe selbst und eine Reihe von Pflanzen, mit denen die sinnlichen
Genüsse geschmückt oder gewürzt werden konnten. Die duftenden
Blumen parfümieren die Liebenden, die sich in der Küche entfaltenden
Wirkstoffe schüren ihre Leidenschaft. Sie gab all jenen - zumeist
pflanzlichen - Getränken, Tinkturen und Salben, die der Lust und Liebe
schon damals zuhilfe kamen, ihren Namen - Aphrodisia oder Aphrodisiaka.
Die "Zaubermittel" der Aphrodite können
auch heute noch helfen, unsere Gefühlswelt intensiver zu genießen!
Aphrodite
gewidmete Rosen
Buch - und Geschenktipps:
|
Grant, Michael / John Hazel Lexikon
der antiken Mythen und Gestalten
Hube, Hans Jürgen Altnordische
Göttersagen und Heldensagen 393 S. Insel Frankfurt 1996
Tetzner, Reiner Germanische
Göttersagen 208 S. Reclam Ditzingen 1992
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Aktualisiert am 29.05.2010
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